Statistik der Woche 46: Slomkas goldenes Händchen – 3 Jokertore in Stuttgart

Wer zur Halbzeit des BL-Spiels Stuttgart – Hannover noch auf einen Auswärtssieg getippt hat, hat sicherlich einige Euro nebenbei verdient. Beim Pausenstand von 2:0 und der überlegenen Spielweise der Stuttgarter gegen müde Hannoveraner deutete nicht mehr viel auf eine Wende hin. Doch innerhalb von nur 16 Minuten (!) war die Partie gedreht und die Slomka-Elf führte mit 4:2, was dann auch der überraschende Endstand war.

Allein das ist schon etwas Besonderes, doch mindestens genauso interessant ist die Tatsache, dass drei der vier Treffer Spieler erzielten, die erst eingewechselt wurden (zwei von Abdellaoue, einmal Schlaudraff), womit auch der BL-Rekord eingestellt wurde. Denn drei “Jokertore” einer Mannschaft stehen auch nach fast 50 Jahren Bundesliga nicht auf der Tagesordnung, zuvor war dies erst 21x der Fall! Und nur zweimal trafen alle drei eingewechselten Akteure, Lucien Favre bei Hertha BSC (2008 gegen Karlsruhe) und Wolfgang Wolf für Wolfsburg (2001 gegen Unterhaching) waren für diese “goldene Wechsel” verantwortlich.

Alle Begegnungen der Bundesliga mit 3 Toren von eingewechselten Spieler einer Mannschaft (diese in Fettdruck):

Saison (Spieltag) Begegnung Ergebnis Torschütze(n) der 3 Jokertore Trainer
2008/09 (17.) Hertha BSC – Karlsruhe 4:0 Valeri Domovchiyski,
Raffael,
Fabian Lustenberger
Lucien            Favre
2000/01 (25.) Wolfsburg – Unterhaching 6:1 Tomislav Maric,
Dorinel Munteanu,
Stefan Schnoor
Wolfgang         Wolf
2012/13 (11.) VfB Stuttgart – Hannover 2:4 Mohammed Abdellaoue (2),
Jan Schlaudraff
Mirko              Slomka
2011/12 (31.) Leverkusen – Hertha BSC 3:3 Tunay Torun (2),
Pierre-Michel Lasogga
Otto             Rehhagel
2010/11 (17.) VfB Stuttgart – FC Bayern 3:5 Martin Harnik (2),
Christian Gentner
Bruno Labbadia
2009/10 (05.) B. Dortmund  - FC Bayern 1:5 Thomas Müller (2),
Franck Ribéry
Louis van Gaal
2009/10 (02.) VfB Stuttgart – Freiburg 4:2 Élson (2),
Julian Schieber
Markus Babbel
2006/07 (23.) Hannover – Dortmund 4:2 Arnold Jan Bruggink (2),
Jiri Stájner
Dieter Hecking
2004/05 (12.) Leverkusen – Freiburg 4:1 Paul Freier (2),
Andriy Voronin
Klaus Augenthaler
1993/94 (32.) FC Bayern – Nürnberg 5:0 Bruno Labbadia (2),
Dietmar Hamann
Franz Beckenbauer
1989/90 (14.) Bochum – Nürnberg 3:3 Frank Türr (2),
Thomas Kristl
Hermann Gerland
1983/84 (33.) Uerdingen –       1. FC Köln 4:6 Helmut Gulich (2),
Sascha Jusufi
Timo Konietzka
1983/84 (09.) Nürnberg – Bochum 3:1 Werner Heck (2),
Stefan Lottermann
Udo                 Klug
1978/79 (05.) Nürnberg – Darmstadt 3:2 Miodrag Zivaljevic (2),
Alfred Steinkirchner
Werner        Kern
1973/74 (05.) Fortuna Köln – Hertha BSC 3:3 Rolf Kucharski (2),
Karl-Heinz Mödrath
Volker Kottmann
1971/72 (34.) Bielefeld – Braunschweig 1:7 Jaro Deppe (2),
Jürgen Dudda
Otto               Knefler
2004/05 (06.) Bochum – Bremen 1:4 Miroslav Klose (3) Thomas Schaaf
2002/03 (12.) VfB Stuttgart – Bochum 3:2 Ioan Viorel Ganea (3) Felix             Magath
2001/02 (29.) 1860 München – St. Pauli 4:2 Martin Max (3) Peter           Pacult
1996/97 (13.) Duisburg – Freiburg 1:4 Uwe Wassmer (3) Volker       Finke
1988/89 (08.) Dortmund - Hannover 4:0 Norbert Dickel (3) Horst          Köppel
1982/83 (12.) Dortmund – Bielefeld 11:1 Bernd Klotz (3) Karlheinz Feldkamp

Stand: 14.11.2012

Zu ergänzen ist natürlich noch, dass die Anzahl der “Jokertore” in den letzten Jahren (logischerweise) gestiegen ist. Denn zu Beginn der Bundesliga 1963 waren gar keine Wechsel möglich (bis 1967), in der Saison 67/68 konnte dann wenigstens einmal getauscht werden. Von 1968 bis 1994 waren dann zwei Wechsel möglich, ehe ab 1994 (zwei Feldspieler + ein Torwart) bzw. ab 95/96 ohne Beschränkungen drei Wechsel erlaubt waren.

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