Abstieg: Die “Mär” von der 40-Punktemarke

kickwelt_logoDie Bundesliga ist nun endgültig auf der Zielgerade, wobei die wichtigsten Entscheidungen ja schon gefallen sind. Spannend wird es noch bei Freiburg gegen Schalke 04 im Kampf um Platz 4 und natürlich sind auch in Sachen Klassenerhalt bzw. Relegationsplatz 16 noch nicht alle “Messen gesungen”. Allerdings setzen wohl die wenigsten noch einen Pfifferling auf die TSG Hoffenheim, die in Dortmund nicht nur wegen der Vorgeschichten außerhalb des Platzes (Schall-Affäre, “Meinungsverschiedenheiten” zwischen BVB-Geschäftsführer Watzke und 1899-Mäzen Hopp) auf verlorenen Posten stehen werden.

Interessant ist auf jeden Fall, dass momentan die Teams auf Platz 15 bzw. 16 jeweils nur 30 Punkte auf dem Konto haben und somit das alte Gesetz, dass man 40 Punkte für den Nichtabstieg benötigt, “ad absurdum” führen. Doch diese 40-Punktemarke ist schon seit über 20 Jahren nicht mehr aktuell bzw. von Relevanz. Wie nämlich die linke Tabellenhälfte unserer Statistik zeigt (in bezug auf Platz 16) hätten seit 1992/93 die 40 Punkte immer gereicht, um nicht 16. zu werden (Nürnberg in der Saison 93/94 und Karlsruhe vier Jahre später erreichten immerhin 38 Zähler und stiegen damit als 16. ab)

Und wenn man Platz 15 als Bezugspunkt nimmt (rechte Tabellenhälfte), waren erst zweimal 40 Punkte “nötig”, um Platz 15 und somit den sicheren Klassenerhalt zu schaffen (96/97 und 02/03). Allerdings hätten in diesen beiden Spielzeiten auch (viel) weniger Punkte gereicht. So belegte 1996/97 Hansa Rostock mit eben diesen 40 Zähler den 15. Platz, wobei Fortuna Düsseldorf als damaliger 16. nur 33 Punkte erreichte (und 02/03 hätten auch 37 Punkte gereicht, da Arminia Bielefeld als 16. nur 36 Punkte holte). In diesem Zusammenhang ist noch anzumerken, dass es erst seit fünf Jahren wieder die Relegationsspiele zwischen dem 16. der Bundesliga und dem Tabellendritten der 2. Bundesliga gibt und davor lange Zeit drei Mannschaften direkt abstiegen.

Vereine und Punkte des jeweiligen Tabellen-16. und 15. am Saisonende seit 92/93 (alle Saisons umgerechnet auf die Drei-Punkte-Regel):

Saison Verein / Platz 16 Punkte Verein / Platz 15 Punkte
1992/93 VfL Bochum 34 Dynamo Dresden 34
1993/94 1. FC Nürnberg 38 SC Freiburg 38
1994/95 VfL Bochum 31 Bayer Uerdingen 32
1995/96 1. FC Kaiserslautern 36 FC St. Pauli 38
1996/97 Fortuna Düsseldorf 33 FC Hansa Rostock 40
1997/98 Karlsruher SC 38 Borussia M’gladbach 38
1998/99 1. FC Nürnberg 37 Eintracht Frankfurt 37
1999/00 SSV Ulm 1846 35 FC Hansa Rostock 38
2000/01 SpVgg Unterhaching 35 VfB Stuttgart 38
2001/02 SC Freiburg 30 1. FC Nürnberg 34
2002/03 Arminia Bielefeld 36 Bayer Leverkusen 40
2003/04 Eintracht Frankfurt 32 1. FC Kaiserslautern 39
2004/05 VfL Bochum 35 Borussia M’gladbach 36
2005/06 1. FC Kaiserslautern 33 VfL Wolfsburg 34
2006/07 1. FSV Mainz 05 34 VfL Wolfsburg 37
2007/08 1. FC Nürnberg 31 Arminia Bielefeld 34
2008/09 FC Energie Cottbus 30 Borussia M’gladbach 31
2009/10 1. FC Nürnberg 31 Hannover 96 33
2010/11 Borussia M’gladbach 36 VfL Wolfsburg 38
2011/12 Hertha BSC 31 Hamburger SV 36

Stand: 15.05.2013

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Kießling jetzt besser als “der Schwatte”

 

imago12142435m-KießlingAn der Tabellenspitze der Bundesliga sind nun fast alle Entscheidungen gefallen, die Bayern stehen ja schon seit Wochen als Meister fest, Borussia Dortmund belegt nach zwei Meisterschaften diesmal Platz 2  und den 3. Rang hat sich nun endgültig Bayer Leverkusen gesichert (auch wenn die Werkself theoretisch sogar noch einen Platz vorrücken könnte). Großen Anteil an der starken Bayer-Saison hat natürlich Stürmer Stefan Kießling, der sich seit Jahren sukzessive gesteigert hat und diese Spielzeit wohl seinen Leistungshöhepunkt erreicht hat. Ob das noch für die WM-Teilnahme 2014 reicht, steht dabei allerdings auf einen anderen Blatt. Vielleicht wird er für die (überflüssige) Amerika-Reise Ende Mai/Anfang Juni eingeladen, wobei man ja nicht jede Einladung annehmen muss…

Auf jeden Fall überzeugen nicht nur seine bisherigen 23 Tore und 11 Vorlagen, nein, auch seine Zweikampfstärke, sein unbändiger Einsatz und seine Laufbereitschaft sind weit über Bundesliga-Durchschnitt. Und mit dem 23. Saisontreffer in Nürnberg hat er nicht nur mit BVB-Torjäger Robert Lewandowski gleichgezogen, er hat damit auch eine Bayer-Legende übertroffen. Dabei geht es um den ehemaligen Torjäger Ulf Kirsten, der zwischen 1990 und 2002 181-mal für Leverkusen traf. Diese Marke wird wohl auch der 29-jährige Kießling nicht mehr überbieten (bisher 96 BL-Tore für Bayer), dafür hat der Ex-Nürnberger dem “Schwatten” aber einen anderen Rekord abgenommen. Und zwar den mit den meisten Treffern in einer Saison für Leverkusen, den bisher Kirsten mit 22 Toren (96/97 bzw. 97/98) inne hatte.

Das haben wir einmal zum Anlass genommen, die anderen Bestmarken der aktuellen Bundesligisten genauer zu analysieren. Dabei sticht natürlich Gerd Müller heraus, der für Bayern München sensationelle 40 Tore in einer Spielzeit (71/72) erzielte. Dagegen wirken die 15 Tore des aktuell besten Bayern-Torschützen wirklich sehr mickrig… Nicht ganz so krass sieht es bei Borussia Dortmund aus, wobei der Rekord von Lothar Emmerich (31 Tore) sicherlich auch nicht mehr von Robert Lewandowski geknackt werden kann.

Andere große Vereine wie Hamburg, M’gladbach, Schalke 04 oder Bremen werden wohl noch lange ihre bisherigen Rekorde beibehalten. Bei Namen wie Uwe Seeler, Jupp Heynckes oder Klaus Fischer wohl auch nicht so überraschend, wobei Klaas-Jan Huntelaar in der vorherigen Saison für Schalke bärenstarke 29 “Buden” machte und somit die Knappen-Bestmarke von Fischer einstellte. Zu erwähnen ist natürlich noch, dass neben Kießling auch in Augsburg durch Sascha Mölders (bisher 10 Tore) und in Fürth durch Nikola Djurdjic (5 Treffer) neue Vereinsrekorde aufgestellt wurden, wobei dies im Gegensatz zu Leverkusen nicht ganz so schwierig war…

 

Verein Bisherige Rekord-
Torschützen (Saison)
Tore Beste(r)
Torschütze(n) 12/13
Tore
FC Bayern Gerd Müller (71/72) 40 Mario Mandzukic 15
Dortmund Lothar Emmerich (65/66) 31 Robert Lewandowski 23
Hamburg Uwe Seeler (63/64) 30 H.-M. Son, A. Rudnevs je 11
M’gladbach Jupp Heynckes (73/74) 30 L. de Jong, P. Herrmann je 6
Schalke 04 K. Fischer (75/76),
K.-J. Huntelaar (11/12)
je 29 Klaas-Jan Huntelaar 10
Bremen Aílton (03/04) 28 A. Hunt, N. Petersen je 11
Wolfsburg Grafite (08/09) 28 I. Olic, Diego je 9
Frankfurt Bernd Hölzenbein (76/77) 26 Alexander Meier 12
Nürnberg Franz Brungs (67/68) 25 T. Simons, P. Nilsson je 5
Stuttgart Mario Gomez (08/09) 24 Vedad Ibisevic 13
Leverkusen Ulf Kirsten (96/97, 97/98) je 22 Stefan Kießling 23
Düsseldorf Klaus Allofs (78/79) 22 Dani Schahin 8
Freiburg Papiss Demba Cissé (10/11) 22 Max Kruse 10
Hannover Ferdinand Keller (71/72) 20 Mame Biram Diouf 11
Hoffenheim Vedad Ibisevic (08/09) 18 Volland, Joselu, Firmino, Salihovic, Schipplock je 5
Mainz André Schürrle (10/11) 15 Adam Szalai 13
Augsburg S. Mölders, J.-C. Koo
(beide 11/12)
je 5 Sascha Mölders 10
Greuther Fürth / / Nikola Djurdjic 5

Stand: 08.05.2013

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Mitchell Langerak unbesiegbar?

 

imago13476622m-LangerakSeit Dienstag steht es fest: die Dortmunder Borussia steht im Finale der Champions League und kann am 25. Mai im Londoner Wembley-Stadion den ganz großen Wurf landen. Mit dabei wird sicherlich auch Mitchell Langerak sein, allerdings wird der Er- satzkeeper wahrschein- lich auf der Bank Platz nehmen müssen. Ein Einsatz gegen Final- gegner Bayern München wäre allerdings auch keine schlechte Idee, denn der Australier ist der Dortmunder Sieggarant schlechthin! Bisher kam er zu 6 Bundesliga-Einsätzen (alle über 90 Minuten) und auch sechsmal ging die Borussia als Sieger vom Platz. Dazu kommen noch drei Einsätze im DFB-Pokal, u.a. als eingewechselter Torwart im letzten Finale gegen den FC Bayern, die ebenfalls alle siegreich waren!

Ebenfalls auf 6 BL-Spiele mit gleichzeitig 6 Siegen kommt Dominik Kohr von Bayer Leverkusen, allerdings stand der Sohn vom ehemaligen BL-Spieler Harald Kohr (Kaiserslautern) dabei nur insgesamt 56 Minuten auf dem Rasen. Der drittplatzierte Stuttgarter Steffen Dangelmayr ist nicht mehr aktiv, womit vor allem Emre Can (FC Bayern) und Jonas Hofmann (Dortmund) noch auf Rekordkurs sind. Dazu kommen natürlich noch viele Spieler mit zwei bzw. nur einem BL-Spiel, die ebenfalls noch eine 100-prozentige Siegquote aufweisen und noch zu Sieggaranten werden können…

 

Alle BL-Spieler, die bei ihren Einsätzen immer gewannen (> 3 Spiele):

Name Verein Spiele Siege Quote
Mitchell Langerak Borussia Dortmund 6 6 100 %
Dominik Kohr Bayer Leverkusen 6 6 100 %
Steffen Dangelmayr VfB Stuttgart 5 5 100 %
Emre Can FC Bayern München 3 3 100 %
Dietmar Janssen Bayer Uerdingen 3 3 100 %
Slawomir Wojciechowski FC Bayern München 3 3 100 %
Seppo Pyykkö Bayer Uerdingen 3 3 100 %
Jürgen Friedl Eintracht Frankfurt 3 3 100 %
Jonas Hofmann Borussia Dortmund 3 3 100 %
Hans Jörg FC Bayern München 3 3 100 %
John Jairo Mosquera Werder Bremen 3 3 100 %
Klaus Klein FC Bayern München 3 3 100 %

 

 

In unseren zweiten Tabelle haben wir alle BL-Spieler mit mindestens 25 Einsätzen und ihren Siegquoten analysiert. Dabei tauchen auch viele bekannte und noch aktive Akteure auf, wobei Bayern-Neuzugang Javi Martinez mit 22 Siegen in 25 Spielen (bärenstarke 88%) ganz vorn liegt. Das ist natürlich nicht sein alleiniger Verdienst, die Rekord-Bayern stehen diese Saison sowieso ganz oben. Mit einigen Abstand folgen die Dortmunder Kagawa und Leitner (76% bzw. 73%) sowie Arjen Robben, der in 72 BL-Spielen für den FC Bayern schon 55 Siege feiern konnte. Neben Franck Ribery (bei immerhin schon 154 Einsätzen eine sehr hohe Siegquote von 68%) ist unbedingt noch Jurica Vranjes zu erwähnen. Der Kroate spielte nämlich nicht unbedingt für die BL-Spitzenvereine, sondern schaffte bei seinen 176 Partien für Leverkusen, Stuttgart und Bremen sehr ordentliche 116 Siege und gewann somit zwei Drittel seiner Bundesligaspiele.

 

BL-Spieler mit den höchsten Siegquoten (mindestens 25 BL-Spiele):

Name Verein Spiele Siege Quote
Javi Martínez FC Bayern München 25 22 88 %
Shinji Kagawa Borussia Dortmund 49 37 76 %
Moritz Leitner Borussia Dortmund 40 29 73 %
Arjen Robben FC Bayern München 76 55 72 %
Michael Böhnke Werder Bremen 25 18 72 %
Diego Contento FC Bayern München 38 27 71 %
Anatoliy Tymoshchuk FC Bayern München 85 60 71 %
Sven Bender Borussia Dortmund 91 63 69 %
Franck Ribéry FC Bayern München 154 105 68 %
Robert Lewandowski Borussia Dortmund 95 64 67 %
Wilhelm Hoffmann FC Bayern München 55 37 67 %
Bixente Lizarazu FC Bayern München 183 121 66 %
Jurica Vranjes Leverkusen, Stuttgart, Bremen 176 116 66 %
Thomas Müller FC Bayern München 131 86 66 %
Jakob Drescher FC Bayern München 29 19 66 %

Stand: 30.04.2013

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Zu Hause pfui, auswärts hui – Wolfsburg und Fürth auf Rekordkurs

 

imago12756971mDas Heimspiele für den eigenen Erfolg zumeist von Vorteil sind, haben nicht nur die beiden sensationellen Heimsiege in der Champions League vom FC Bayern und Dortmund gezeigt. Auch in der Bundesliga ist dies natürlich der Fall, auch wenn tendenziell in den letzten Jahren die Auswärtsmannschaften mehr Punkte holen als noch in 70er oder 80er Jahren. Das hat natürlich vielfältige Gründe (offensivere Spielweise auch der schwächeren Teams, besseres Scouting der Gegner, bessere bzw. ähnlichere Stadien usw.) und ist für die Bundesliga sicherlich eine positive Entwicklung.

Einige Heimfans denken darüber natürlich ganz anders, in dieser Spielzeit vor allem die aus Wolfsburg und Fürth. Das manche Teams am Ende der Saison etwas mehr Auswärts- als Heimpunkte auf dem Konto haben ist nichts Ungewöhnliches, aber die “Wölfe” und die “Kleeblättler” treiben es 2012/13 wohl auf die Spitze und sind diesbezüglich auf Rekordjagd. Bisher liegen in dieser Wertung mit dem 1. FC Köln, Eintracht Frankfurt und dem VfB Stuttgart gleich drei Mannschaften ganz vorn, die diesbezüglich eine Punkte-Differenz (Heim/Auswärts) von -8 aufweisen!

Doch dieser Rekord könnte bald fallen, Wolfsburg (-11) und Greuther Fürth (-10) sind nämlich bei noch vier ausstehenden Spielen auf besten Wege dahin. Für die jeweiligen Heimfans natürlich sehr unschön, so konnten die Wolfsburger erst zwei Heimsige und die Fürther noch gar keinen Dreier im eigenen Stadion bejubeln! Das eine schlechtere Heimbilanz nicht unbedingt mit der sportliche Qualität korreliert zeigt natürlich das Beispiel Bayern München, die halt neben der besten Heimbilanz (bisher 38 Punkte) auch die mit Abstand beste Auswärtsbilanz aufweisen. So fuhr die Heynckes-Elf auf fremden Geläuf überragende 43 Punkte (14 Siege, 1 Remis bei 37:3 Toren) ein und wird auch dort einen von vielen BL-Rekorden aufstellen…

Zum Schluss noch ein kurzer Blick auf das andere Ende der Tabelle, wobei da die Punktedifferenzen zwischen Heim/Auswärts logischerweise viel größer sind. Führend dabei der VfL Bochum mit einer Punktedifferenz von +37 (umgerechnet auf die 3-Punkteregel). Die damals “unabsteigbaren” Bochumer fuhren 1974/75 im heimischen Ruhrstadion bockstarke 42 Punkte ein, wobei auswärts allerdings fast nichts ging (nur 5 Zähler) und es somit auch “nur” zu Platz 11 reichte. Fast noch eklatanter das Beispiel Waldhof Mannheim (86/87), die neben sehr guten 36 Heimpunkten auswärts nur 2 (!) mickrige Unentschieden erreichten und damit am Saisonende wenigstens noch auf Rang 14 einkamen.

 

Größte Punktedifferenzen zwischen Heim-und Auswärtsspielen (alles umgerechnet auf die 3-Punkteregel):

Saison Verein Heimpunkte Auswärtspunkte Differenz
2012/13 VfL Wolfsburg 13 24 -11
2012/13 SpVgg Greuther Fürth 4 14 -10
2009/10 1. FC Köln 15 23 -8
1964/65 Eintracht Frankfurt 16 24 -8
1999/00 VfB Stuttgart 20 28 -8
2002/03 Hannover 96 18 25 -7
2009/10 Hertha BSC 9 15 -6
1990/91 Borussia Dortmund 19 25 -6
2010/11 1. FSV Mainz 05 26 32 -6
2007/08 MSV Duisburg 12 17 -5
2012/13 FC Bayern München 38 43 -5
2008/09 1. FC Köln 17 22 -5
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1977/78 Werder Bremen 38 6 32
1981/82 Eintr. Braunschweig 39 7 32
1979/80 Bayer Leverkusen 38 6 32
1977/78 Eintr. Braunschweig 39 7 32
1977/78 VfB Stuttgart 44 12 32
1977/78 FC Schalke 04 40 8 32
1981/82 Eintracht Frankfurt 43 11 32
1989/90 VfB Stuttgart 42 9 33
1972/73 Eintracht Frankfurt 41 8 33
1986/87 Waldhof Mannheim 36 2 34
1967/68 Borussia Dortmund 39 4 35
1971/72 Eintracht Frankfurt 45 10 35
1974/75 VfL Bochum 42 5 37

Stand: 24.04.2013

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Sahen Mourinho und Kissinger historisches?

 

imago13371866mDa die Meisterschaft längst entschieden ist und der FC Bayern weiterhin an seiner Rekordsaison bastelt, schauen wir diesmal an’s andere Tabellenende, denn auch dort bahnt sich “historisches” an. Dabei meinen wir nicht den fast feststehenden Abstieg von BL-Neuling Greuther Fürth, der sich ja schon frühzeitig in der Saison angekündigt hatte. Vielmehr können die Franken einen “all-time” Negativrekord aufstellen, womit Tasmania Berlin wenigstens in einer Rubrik nicht mehr als das “schlechteste BL-Team aller Zeiten” gilt!

Dabei geht es um die Heimbilanz eines Bundesligisten (seit 63/64), deren Negativrekord bisher auch bei Tasmania liegt, die in ihrer einzigen BL-Saison zu Hause nur 9 Punkte holten (umgerechnet auf die 3-Punkte-Regelung). Magere 9 Heimpunkte behielt 2009/10 auch die Berliner Hertha im heimischen Olympiastadion, wobei deren Torverhältnis deutlich besser war. Von diesen 9 Heimpunkten kann Greuther Fürth bisher nur träumen, erst vier Unentschieden gab es in der “Trolli ARENA”. Sollte also in den verbleibenden zwei Heimspielen gegen Hannover und Freiburg keine Siege gelingen, wäre das Attribut “schlechteste Heimmannschaft aller Zeiten” für die Fürther perfekt. Und dabei waren die prominenten Zuschauer Henry Kissinger (beim 0:2 gegen Schalke) und Jose Mourinho am letzten Wochenende beim 1:6 gegen Dortmund auch keine Hilfe, brachten aber wenigstens ein wenig Glanz und Aufmerksamkeit ins beschauliche Fürth…

 

Schlechteste Heimbilanzen der BL-Geschichte (3-Punkte-Regelung):

Saison Verein Bilanz (S – U – N) Torverhältnis Punkte
2012/13 SpVgg Greuther Fürth 0 – 4 – 11 7:31 4
1965/66 Tasmania 1900 Berlin 2 – 3 – 12 8:46 9
2009/10 Hertha BSC 1 – 6 – 10 10:26 9
1990/91 Hertha BSC 1 – 7 – 9 14:28 10
1974/75 Wuppertaler SV 2 – 5 – 10 20:38 11
2011/12 1. FC Kaiserslautern 2 – 5 – 10 12:28 11
2009/10 VfL Bochum 2 – 6 – 9 18:35 12
2004/05 SC Freiburg 2 – 6 – 9 18:31 12
2007/08 MSV Duisburg 3 – 3 – 11 19:29 12
2012/13 VfL Wolfsburg 2 – 7 – 6 15:26 13
1963/64 1. FC Saarbrücken 3 – 4 – 8 20:31 13
1988/89 Hannover 96 2 – 8 – 7 24:36 14
1986/87 Blau-Weiß 90 Berlin 2 – 8 – 7 20:31 14
2008/09 Arminia Bielefeld 2 – 8 – 7 16:26 14
2012/13 FC Augsburg 3 – 5 – 7 13:21 14
1999/00 MSV Duisburg 2 – 8 – 7 20:25 14
2010/11 FC St. Pauli 4 – 3 – 10 21:35 15
2002/03 Energie Cottbus 4 – 3 – 10 17:30 15
1994/95 Dynamo Dresden 3 – 6 – 8 17:26 15
2009/10 1. FC Köln 3 – 6 – 8 18:29 15
2011/12 Hertha BSC 4 – 3 – 10 19:29 15
1993/94 VfB Leipzig 2 – 9 – 6 20:28 15
2012/13 VfB Stuttgart 4 – 3 – 7 16:23 15

Stand: 17.04.2013 (Teams der aktuellen Saison in Fettdruck)

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Lewandowski auf Gerd Müllers Spuren

 

imago13340089mBevor wir zum eigentlichen Thema der aktuellen Statistik der Woche kommen, möchte die gesamte kickwelt-Redaktion natürlich erst einmal dem FC Bayern München zur 23. deutschen Meisterschaft gratulieren. Die Bayern und ihre Rekordsaison waren ja logischerweise schon oftmals Thema in unserer Rubrik und werden es spätestens zum Ende der Saison nochmals sein, wenn wir dann alle neuen BL-Rekorde noch einmal zusammenfassen werden. Auf jeden Fall hat das Team von Jupp Heynckes mit dem 1:0-Sieg in Frankfurt schon wieder zwei Bestwerte aufgestellt: Frühester Meister aller Zeiten (siehe auch unsere Statistik vor zwei Wochen) und auch 11 BL-Siege in Folge gab es in 50 Jahren Bundesliga noch nie, wobei diese fulminante Serie ja weiter ausgebaut werden kann (Samstag geht es gegen Nürnberg).

Zum Torschützenkönig eines Bayern-Spielers wird es allerdings mit großer Sicherheit nicht mehr reichen, dazu wurde von “Don Jupp” zu oft die Roationsmaschine angeworfen (Mario Mandzukic erst mit 21 Spielen, dabei 15 Tore). Schon 6 Treffer mehr hat BVB-Torgarant Robert Lewandowski aufzuweisen (mit 25 Spielen), der damit momentan drei Tore mehr als Stefan Kießling aus Leverkusen auf dem Torkonto hat und die Torjäger-Kanone natürlich zu gern nach Dortmund holen würde.

Und “nebenbei” könnte der polnische Nationalspieler noch einen uralten BL-Rekord brechen, wobei das eine sehr schwere Mission wird. Denn dieser Rekord ist eigentlich für die Ewigkeit deklariert, wie so viele andere von Gerd Müller, dem besten Torjäger der BL-Geschichte. Der “Bomber der Nation” schaffte es in 16 Spielen in Folge mindestens ein Tor zu erzielen (1969/70) und führt diese Statistik immer noch mit großen Vorsprung an. Am nähesten kam ihn bisher Klaus Allofs, der saisonübergreifend (83/84 und 84/85) zehnmal in Folge ein eigenes Tor bejubeln konnte.                    Lewandowski hat es mit dem Last-Minute-Tor gegen Augsburg nun auch auf beachtliche 10 Partien in Folge mit mindestens einem Tor geschafft (die zwei Partien, in denen er wegen seiner Rotsperre nicht dabei sein konnte, werden dabei natürlich nicht gezählt) und wäre mit einem weiteren Treffer im nächsten Spiel  schon mal alleiniger Zweiter in unserer Rangliste. Ob er auch noch Gerd Müller einholen kann? Das ist genauso offen wie die Frage, wo Lewandowski in der nächsten Saison spielen wird…

 

BL-Spieler mit den meisten Spielen UND eigenen Toren in Folge:

Spieler Verein Saison(s) Tore Spiele
Gerd Müller Bayern München 1969/70 23 16
Klaus Allofs 1. FC Köln 83/84 – 84/85 14 10
Robert Lewandowski Borussia Dortmund 2012/13 12 10
Gerd Müller Bayern München 1968/69 15 9
Roy Makaay Bayern München 04/05 – 05/06 16 8
Theofanis Gekas VfL Bochum 2006/07 10 8
Timo Konietzka Borussia Dortmund 1964/65 12 7
Anthony Yeboah Eintracht Frankfurt 92/93 – 93/94 11 7
Hans Siemensmeyer Hannover 96 1969/70 10 7
Lothar Kobluhn Rot-Weiß Oberhausen 70/71 – 71/72 10 7
Roy Makaay Bayern München 2003/04 10 7
Sean Dundee Karlsruher SC 95/96 – 96/97 10 7
Uwe Seeler Hamburger SV 1963/64 10 7
Hans-Joachim Abel VfL Bochum 77/78 – 78/79 9 7
Rüdiger Abramczik FC Schalke 04 1978/79 9 7
Dieter Müller 1. FC Köln 1977/78 8 7
Wilfried Hannes Borussia M’gladbach 1980/81 8 7
Fredi Bobic VfB Stuttgart 1995/96 7 7
Rafael van der Vaart Hamburger SV 2007/08 7 7
Rudi Völler Werder Bremen 1982/83 7 7

Stand: 11.04.2013

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Stimmt Klopps “Schwaben-Dresche”?

 

imago13270533m-StuttgartfoulNatürlich hätten wir diesmal wieder die Rekord-Bayern zum Thema unserer “Statistik der Woche” machen können. Zwar hat es am letzten Spieltag trotz der historischen 9:2-Gala gegen den HSV (noch) nicht zur frühesten Meisterschaft aller Zeiten gereicht, doch mit einem Sieg am kommenden Samstag in Frankfurt wäre dies immer noch der Fall! Und zum anderen hat das Heynckes-Team mittlerweile 10 Partien in Folge gewonnen (wie M’gladbach 86/87 und Wolfsburg 08/09), 11 Siege in Folge hat in 50 Jahren Bundesliga noch keine Mannschaft geschafft!

Doch heute schauen wir einmal ins beschauliche “Schwaben-Ländle”, wo sich der VfB Stuttgart weiterhin in der unteren Tabellenhälfte abmüht, wohl aber nichts mehr mit dem Abstieg zu tun hat. Doch in einer Kategorie ist der VfB ganz vorn und das bekamen am letzten Wochenende auch die Spieler von Borussia Dortmund zu spüren, wobei sich nach dem Spiel auch Trainer Jürgen Klopp lautstark beschwerte. Wir reden natürlich vom aggressiven bzw. überharten Auftreten der Schwaben, das sich übrigens schon über weite Teile der ganzen Saison hinzieht. Denn wie unsere Statistik zeigt, haben sie insgesamt schon 62 gelbe Karten auf dem Konto (die meisten hinter Hannover/65), dazu kommen je drei gelb-rote und rote Karten! Das ergibt einen imposanten “Kartenindex” von 86 Punkten und somit die klare Führung in der Kartenstatistik.

Das dies nicht unbedingt von Vorteil ist, zeigt ein Blick auf das andere Ende der “Karten-Tabelle” und somit zu den fairsten Mannschaften der Liga. Dort rangieren der FC Bayern (noch keine gelb-rote und rote Karte!), Dortmund, Schalke 04 und Leverkusen, was ja gleichzeitig auch die Spitzenteams der Liga sind. Sicherlich kein Zufall, auch wenn natürlich klar ist, dass Teams, die eher in der Defensive stehen, mehr zu Foulspielen etc. neigen. Doch das kann eigentlich nicht im Sinne vom VfB Stuttgart und Trainer Bruno Labbadia sein, die ja eigentlich andere Ambitionen in der Liga haben bzw. einen offensiven Spielstil anstreben. Auffallend ist, dass mit Vedad Ibisevic (bereits 9 gelbe Karten und einmal rot) und Martin Harnik (bereits zweimal gelb-rot und jetzt nach fünf gelben Karten bereits zum 3. Mal in dieser Saison gesperrt!) Offensivspieler die größten “VfB-Rüpel” sind, was natürlich nicht nur mit vermehrten Einsatz bzw. Ehrgeiz zu erklären ist. Trösten kann sich der VfB wohl nur mit dem Einzug ins Pokalfinale (im Halbfinale Heimspiel gegen Freiburg), was ja wahrscheinlich auch den erneuten Einzug in die Europa League bedeutet…

Verein Gelbe Karten
(Spieler, meiste GK)
Gelb-Rote Karten
(Spieler)
Rote Karten
(Spieler)
Karten- index
Stuttgart 62
(Ibisevic/9)
3
(Harnik/2, Niedermeier)
3
(Tasci, Sakai, Ibisevic)
86
Greuther Fürth 60
(Pekovic/7)
4
(Pekovic, Varga, Sararer, Mavraj)
1
(Kleine)
77
Mainz 60 (N. Müller,
(Noveski, Szalai, Baumgartlinger/je 6)
2
(Parker, Baumgartlinger)
2
(Wetklo, Parker)
76
Hannover 65
(Stindl, Haggui, Diouf, Pinto/je 5)
2
(Pinto, Huszti)
1
(Pocognoli)
76
Hoffenheim 59
(Williams/8)
3
(Schröck, Sali- hovic, Compper)
1
(Salihovic)
73
Hamburg 51
(Badelj/7)
1
(Scharner)
3
(Jiracek, Bru- ma, Beister)
69
Düsseldorf 55
(Lambertz/7)
2
(Fink, Paurevic)
1
(Fink)
66
Bremen 42
(Arnautovic/6)
4 (Lukimya,
(Fritz, Schmitz, Arnautovic)
2
(Lukimya, Prödl)
64
Wolfsburg 49
(Naldo/8)
1
(Knoche)
2
(Josue, Madlung)
62
Nürnberg 53
(Pinola/9)
1
(Gebhart)
1
(Feulner)
61
Augsburg 52
(Vogt/7)
/          1          (Sio) 57
Freiburg 44
(Caligiuri/8)
1
(Rosenthal)
2
(Guede, Diagne)
57
E. Frankfurt 47
(Zambrano/9)
3
(Matmour/2, Inui)
/ 56
M’gladbach 50
(Dominguez, Jantschke/je 6)
 / 1
(Stranzl)
55
Leverkusen 50
(Reinartz/9)
/ 1
(Rolfes)
55
Schalke 04 43
(Fuchs/6)
2
(Papadopoulos, Huntelaar)
1
(Jones)
54
Dortmund 30
(Götze, Subotic/je 4)
1
(Schieber)
2
(Schmelzer, Lewandowski)
43
FC Bayern 26
(Dante, L. Gustavo, Schweinsteiger/je 4)
 /  / 26

Kartenindex: Gelbe Karte: 1 Punkt, Gelb/Rote Karte: 3 Punkte, Rote Karte: 5 Punkte

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FC Bayern – frühester Meister aller Zeiten?

imago13051002m-MeisterWinterDer Deutsche Meister feiert im Schnee die früheste Meisterschaft aller Zeiten! So oder ähnlich könnten die Schlagzeilen am letzten März-Wochenende lauten. Beides ist einzeln (Winter/Schnee bzw. Deutscher Meister) eigentlich schon ein Ding der Unmöglichkeit, doch 2013 ist sogar beides zusammen realistisch. Dass das winterliche Wetter in vielen Teilen Deutschlands auch über Ostern anhält, steht wohl (leider) fest und die früheste Meisterschaft aller Zeiten kann ebenfalls schon am Samstag Wirklichkeit werden.

Dazu dürfte die Dortmunder Borussia in Stuttgart nicht gewinnen und der FC Bayern müsste im Abendspiel gegen den Hamburger SV gewinnen. Dann wären die Bayern schon nach 27 Spieltagen Deutscher Meister und würden einen sensationellen neuen Rekord aufstellen. Denn der liegt momentan beim 30. Spieltag, zweimal stand so frühzeitig der Meister fest (72/73 und 02/03 jeweils der FC Bayern)! Das heißt natürlich auch, selbst wenn am Samstag die Meisterschaft noch nicht Wirklichkeit wird, hätte das Heynckes-Team in den folgenden zwei Wochen immer noch die Möglichkeit, den Rekord zu brechen (zum Beispiel nächste Woche in Frankfurt oder spätestens im WE darauf gegen Nürnberg).

Das ist somit aber auch der einzige Spannungsbogen, wenn es um die Meisterschaft geht. Im Gegensatz dazu zeigt unsere Tabelle, dass in 50 Jahren Bundesliga gleich 24mal(!) die Meisterschaft erst am letzten Spieltag entschieden wurde. Davon können wir diese Saison nur träumen und auch in den beiden Vorsaisons hatte der BVB die Meisterschale schon jeweils nach dem 32. Spieltag sicher. Auffallend ist noch, dass die jeweiligen “frühen Meister” es danach nicht schleifen ließen und ihre großen Punktevorsprünge sogar noch ausbauten (Ausnahme: Bremen 87/88)! Das wird sich sicherlich auch das jetzige Bayern-Team zu Herzen nehmen, um den von einigen Experten befürchteten “Spannungsabfall” vorzubeugen, der sich evtl. negativ auf die weiteren großen Ziele in der Champions League (und im DFB-Pokal) auswirken könnte.

Alle BL-Meister mit dem Zeitpunkt der feststehenden Meisterschaft und die jeweiligen Punktevorsprünge (umgerechnet auf die 3-Punkteregel):

Saison Verein Meister feststehend nach Spieltag Punkte-
vorsprung
Punkte-
vorsprung
Saisonende
1972/73 FC Bayern München 30 10 11
2002/03 FC Bayern München 30 13 16
1987/88 Werder Bremen 31 7 4
1998/99 FC Bayern München 31 10 15
2004/05 FC Bayern München 31 11 14
2007/08 FC Bayern München 31 10 10
1968/69 FC Bayern München 32 7 8
1986/87 FC Bayern München 32 6 6
1988/89 FC Bayern München 32 5 5
1989/90 FC Bayern München 32 5 6
2003/04 Werder Bremen 32 9 6
2010/11 Borussia Dortmund 32 8 7
2011/12 Borussia Dortmund 32 8 8
1967/68 1. FC Nürnberg 33 3 3
1969/70 Borussia M’gladbach 33 3 4
1973/74 FC Bayern München 33 3 1
1974/75 Borussia M’gladbach 33 5 6
1975/76 Borussia M’gladbach 33 4 4
1978/79 Hamburger SV 33 3 1
1980/81 FC Bayern München 33 4 4
1995/96 Borussia Dortmund 33 4 6
1996/97 FC Bayern München 33 4 2
1997/98 1. FC Kaiserslautern 33 4 2
2005/06 FC Bayern München 33 6 5
1965/66 TSV 1860 München 34 3 3
1966/67 Eintr. Braunschweig 34 2 2
1970/71 Borussia M’gladbach 34 2 2
1971/72 FC Bayern München 34 3 3
1976/77 Borussia M’gladbach 34 1 1
1977/78 1. FC Köln 34 0 0
1979/80 FC Bayern München 34 2 2
1981/82 Hamburger SV 34 3 3
1982/83 Hamburger SV 34 0 0
1983/84 VfB Stuttgart 34 0 0
1984/85 FC Bayern München 34 4 4
1985/86 FC Bayern München 34 0 0
1990/91 1. FC Kaiserslautern 34 3 3
1992/93 Werder Bremen 34 1 1
1993/94 FC Bayern München 34 1 1
1994/95 Borussia Dortmund 34 1 1
1999/00 FC Bayern München 34 0 0
2000/01 FC Bayern München 34 1 1
2001/02 Borussia Dortmund 34 1 1
2006/07 VfB Stuttgart 34 2 2
2008/09 VfL Wolfsburg 34 2 2
2009/10 FC Bayern München 34 5 5
1963/64* 1. FC Köln 28 7 6
1964/65* Werder Bremen 30 3 3
1991/92** VfB Stuttgart 38 0 0

* Saison mit 16 Vereinen; ** Saison mit 20 Vereinen

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Endloses Schneckenrennen um Platz 4

 

imago08187714m-SchneckeDa reden Spieler, Trainer und weitere Beteiligte immmer davon, wie wichtig ein internationaler Startplatz für den Verein ist und was ist das Ergebnis: Kein Team außer “den großen Drei” FC Bayern, Dortmund und Leverkusen will nach Europa! So drastisch muss man es fast ausdrücken, denn seit Wochen schafft es keine Mannschaft ab Platz 4 auch nur annähernd konstant gute Leistungen zu bringen (mit Ausnahme des 1.  FC Nürnberg). Und dabei geht es nicht nur um die vielleicht nicht ganz so attraktiven Europa-League-Plätze, nein, auch der wichtige Champions-League-Qualifikationsplatz ist im Angebot, wird aber wie “Sauerbier” von den Bundesligisten links liegen gelassen.

Das hat auch uns intensiv beschäftigt  und somit haben wir einmal analysiert, wie dies punktemäßig in den vergangenen Jahren aussah. Und tatsächlich: Seit Einführung der Drei-Punkteregel im Jahr 95/96 hatte nach 26 Spieltagen noch nie Team auf Platz 4 weniger als 40 Punkte (aktuell liegt ja Aufsteiger Frankfurt mit 39 Punkten auf Rang 4)! Und mindestens genauso interessant: Noch nie war die Punkte-Abstände zwischen Platz 4 und 11 mit momentan nur fünf Punkten bzw. zwischen Platz 4 und 15 (aktuell nur 10 Punkte) so gering wie in dieser Saison!

Doch was sind die Ursachen bzw. wie ist dieses Phänomen zu bewerten? Optimisten werden sagen, das ist gut für die Liga und spricht für die Ausgeglichenheit und einem hohen Niveau in der gesamten Bundesliga. Andere wiederum sind wohl eher Meinung, dass die Teams ab Platz 4 mit diesen unkonstanten Leistungen wohl kaum international konkurrenzfähig sind. Gerade im UEFA-Cup/Europa League gab es seit den Schalker “Eurofightern” 1997 nur noch zwei weitere Finalteilnahmen (Dortmund 2002 und Bremen 2009)! Auch in näherer Zukunft müssen wohl primär die Münchner Bayern (zuletzt zwei CL-Finalteilnahmen 2010 und 2012) und hoffentlich auch die Dortmunder Borussia die Kastanien aus dem europäischen Feuer holen.

Und selbstverständlich muss man bei den Mannschaften ab Platz 4 in Bezug auf ihre gezeigten Leistungen, finanziellen Möglichkeiten und sportlichen Zielen differenzieren. So spielen bisher die Frankfurter Eintracht (trotz mittlerweile sechs Spielen ohne Sieg und dabei nur einem Tor), die Freiburger und die Mainzer sowie natürlich der “Club” aus Nürnberg (mittlerweile seit 7 Spielen ohne Niederlage) aus ihrer Sicht eine erfolgreiche Saison. Hinterfragen müssen sie wohl eher Vereine wie Wolfsburg, Schalke, Hamburg, Bremen oder auch Stuttgart, die mit einem viel höheren Spieleretat bzw. Anspruch in die Saison gegangen sind und es ebenfalls nach 26 Spieltagen noch nicht geschafft haben, die ominöse 40-Punkte-Marke zu überwinden.

Punkteabstände in der Bundesliga nach dem 26. Spieltag zwischen Platz 4 und 11 bzw. 15 seit Einführung der Drei-Punkteregel (1995/96):

    Saison Punktedifferenz Plätze 4-11 Punktedifferenz Plätze 4-15
2012/13 5 (39 – 34)
10 (39 – 29)
2011/12 20 (50 – 30) 24 (50 – 26)
2010/11 13 (45 – 32) 17 (45 – 28)
2009/10 13 (45 – 32) 21 (45 – 24)
2008/09 16 (48 – 32) 24 (48 – 24)
2007/08 11 (44 – 33) 21 (44 – 23)
2006/07 13 (44 – 31) 15 (44 – 29)
2005/06 20 (50 – 30) 23 (50 – 27)
2004/05 12 (47 – 35) 19 (47 – 29)
2003/04 14 (45 – 31) 19 (45 – 26)
2002/03 11 (42 – 31) 13 (42 – 29)
2001/02 15 (48 – 33) 23 (48 – 25)
2000/01 11 (45 – 34) 16 (45 – 29)
1999/00 7 (40 – 33) 13 (40 – 27)
1998/99 13 (44 – 31) 17 (44 – 27)
1997/98 13 (44 – 31) 16 (44 – 28)
1996/97 17 (49 – 32) 21 (49 – 28)
1995/96 9 (41 – 32) 14 (41 – 27)

Stand: 20.03.2013

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Schmiedebach auf Boatengs Spuren

 

imago12982590m-BoatengManche Dinge dauern halt etwas länger bzw. Geduld zahlt sich aus. Das wird sich auch Bayern-Verteidiger Jerome Boateng gesagt haben, als er am vergangenen Spieltag in seinem 130. Bundesliga-Spiel endlich seinen ersten BL-Treffer bejubeln konnte. Und es war sogar noch das entscheidende Tor beim knappen 3:2-Sieg gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf. Das er danach dieses ungewohnte Glücksgefühl mit seiner Familie teilte bzw. diesen Treffer seiner Familie widmete, kann man da natürlich absolut nachvollziehen.

Wie in unserer oberen Tabelle zu sehen ist, mussten allerdings auch andere Spieler lange auf ihr Premieren-Tor warten, wobei die Anzahl von 130 Spielen von Boateng schon sehr beachtlich ist. Der Schalker Christoph Metzelder schaffte sein Premieren-Tor nämlich „schon“ im 91. BL-Spiel. Mit dem Hoffenheimer Tobias Weis liegt dann schon ein (wenn auch defensiver) Mittelfeldspieler auf den dritten Rang, er erzielte in seiner 87. Partie sein erstes Bundesliga-Tor.

Aktuelle BL-Spieler (ohne Torhüter) und ihr 1. Bundesliga-Tor:

Spieler Verein(e) Position BL-Spiele,
1. Tor
Jérôme Boateng Hertha BSC, Hamburg, FC Bayern Abwehr 130
Christoph Metzelder Borussia Dortmund, Schalke 04 Abwehr 91
Tobias Weis 1899 Hoffenheim Mittelfeld 87
Marcel Schmelzer Borussia Dortmund Abwehr 79
Steven Cherundolo Hannover 96 Abwehr 71
Daniel Baier 1860 München, Wolfsburg, Augsburg Mittelfeld 68
Filip Daems Borussia M’gladbach Abwehr 60
Mensur Mujdza SC Freiburg Abwehr 59
Luiz Gustavo 1899 Hoffenheim, FC Bayern Mittelfeld 59
Pirmin Schwegler Bayer Leverkusen, Eintr. Frankfurt Mittelfeld 56
Konstantin Rausch Hannover 96 Mittelfeld 54
Daniel Caligiuri SC Freiburg Mittelfeld 51
Atsuto Uchida Schalke 04 Abwehr 51

 

 

Jerome Boateng ist also glücklich, nicht mehr auf der unschönen „Torlosen-Liste“ aufzutauchen. Diese wird nun von Manuel Schmiedebach angeführt, der mittlerweile bei 94 Spielen ohne BL-Tor angelangt ist. Dem Hannoveraner mit südamerikanischen Wurzeln ist von unserer Seite ein Treffer bald zu wünschen, verrichtet Schmiedebach doch seit Jahren bienenfleißige Arbeit im defensiven Mittelfeld der Slomka-Elf. Danach folgen mit Schwaab, Diekmeier, Toprak und Molinaro gleich vier Abwehrspieler, ehe mit dem Bremer Philipp Bargefrede, Milorad Pekovic aus Fürth und “HSV-Arbeiter” Tomas Rincon wieder drei defensive Mittelfeldspieler auftauchen.

Doch diese und alle weiteren Akteure auf unsere Liste können sich “trösten”, dass es bis zur Boateng-Marke von 130 Spielen noch ein weiter Weg ist. Und der “all-time-Record” in 50 Jahren Bundesliga ist natürlich noch viel weiter weg: Diese unrühmlicher Spitzenreiter ist Markus Schuler, dem es tatsächlich nicht vergönnt war, in 182 (!) BL-Partien für Hannover und Bielefeld einen eigenen Treffer bejubeln zu dürfen. Kurz dahinter folgt übrigens der jetziger Bremer “Geschäftsführer Sport” Thomas Eichin (180 Spiele ohne Tor), was für den Verein von der Weser hoffentlich kein schlechtes Omen ist…

 Aktuelle BL-Spieler (ohne Torhüter) mit Spielen ohne Bundesliga-Tor:

Spieler Verein(e) Position BL-Spiele,
ohne Tor
Manuel Schmiedebach Hannover 96 Mittelfeld 94
Daniel Schwaab Bayer Leverkusen Abwehr 88
Dennis Diekmeier 1. FC Nürnberg, Hamburger SV Abwehr 86
Ömer Toprak SC Freiburg, Bayer Leverkusen Abwehr 86
Cristian Molinaro VfB Stuttgart Abwehr 84
Philipp Bargfrede Werder Bremen Mittelfeld 81
Milorad Pekovic Mainz 05, Greuther Fürth Mittelfeld 80
Tomás Rincón Hamburger SV Mittelfeld 76
Stefano Celozzi Karlsruhe, Stuttgart, Frankfurt Abwehr 76
Radoslav Zabaník 1. FSV Mainz 05 Abwehr 59
Bastian Oczipka St. Pauli, Leverkusen, Frankfurt Abwehr 54
Jan Kirchhoff 1. FSV Mainz 05 Abwehr 54
William Kvist VfB Stuttgart Mittelfeld 53

Stand: 13.03.2013

 

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